Englische Eroberung und Burgenbau
1066 erfolgte eine weitere Aufteilung Wales' durch den Einfall der Nordmannen. Llywelyn ap Iowerth, war seines Zeichens größter Herrscher über Wales. Nach seinem Tod sorgte sein Enkel, Llywelyn ap Gruffydd, für Aufsehen, da er mehr und mehr an Macht gewann.
1282 setzte der von der Expansion Llywelyns genervte englische König Edward I mit der Tötung Llywelyns diesem ein Ende.
Seitdem versuchten nur noch wenige Adlige den Widerstand und 1277 erreichte der englische König schließlich vollends die Herrschaft über Wales.
In beeindruckendem Tempo ließ Edward einen Ring aus Burgen rund um Wales erbauen. Ihre beeindruckenden architektonischen Konstruktionen und ihre Nähe zum Meer machen die Burgen weltberühmt und waren zur Zeit der Errichtung wichtige strategische Posten, um die Macht in Wales zu sichern.
Wales war somit praktisch ein Teil Englands, blieb allerdings in so fern in der eigenen Verantwortung, dass ein Walisischer Rat berufen wurde, der in der Nähe der englischen Grenze tagte.
1400 rebellierte ein walisischer Adliger namens Owain Glyndwr gegen den König Heinrich VII. Nach einigen militärischen Niederlagen Englands konnte sich dieser Widerstand allerdings nicht durchsetzen.
Der Waliser Heinrich Tudor errang später dann den Status als König von England und herrschte als Heinrich VII. Sein Sohn, Heinrich VIII konnte 1536 den Act of Union verabschieden, der erstmals offiziell die Beziehungen zwischen den Staaten Wales und England formalisierte.


