Kelten und Römer
Wales frühesten Einwohner waren die Kelten, die vom Festland aus einwanderten. Ihre Religion war das Druidentum, welches sich in der Verehrung der Natur ausprägte. Die Hauptgottheit war die Muttergöttin Gaia.
Wales galt lange Zeit nicht als eigenständiges Land, da es dem britischen keltischen Sprachraum(Auch in Schottland und Cornwall lebten Kelten) angehörte.
Dies setzte sich noch weiter fort, als Wales von den Römern einverleibt wurde. Wegen der geringen Ackerflächen und der strategisch nahezu unbrauchbaren Lage, investierten die Römer nur mäßig in Wales.
Eine Kultivierung in ein keltisches Christentum ging mit der römischen Besatzung einher.
Das Bardentum wurde zu der Zeit in Wales sehr beliebt und setzte den Startpunkt einer seitdem immer fortwährenden Affinität zur Musik, die unter anderem die berühmten Waliser Chöre hervorbringen sollte.
An weiterer Investition ließen die Römer lediglich die Stadt Caerwent (Venta Silurum) errichten. Ein gleichnamiger Stamm, die Silurer, gehörten zu den mächtigsten in Wales und konnten unter der Führung Caratacus' (Caradoc) den Römern sogar für einige Zeit Paroli bieten.
Schließlich wurde Caratacus allerdings doch von den Römern gefangengenommen und sollte hingerichtet werden. Das Volk war allerdings so beeindruckt von seiner würdevollen Haltung, dass dadurch eine Verschonung seines Lebens erreicht wurde.
Das Römische Reich schwächelte seit Anbeginn der germanischen Völkerwanderung und ließ sich Großbritannien im Jahre 410 vollends von den Angeln und Sachsen entreißen. Anstoß des Rückzuges der römischen Truppen aus Wales war 410 der Einfall der Westgoten in Rom.
